Kompost - Tag??

Mittlerweile musste ich schon viermal Kompost nachschütten. In den letzten Tagen gab es immer Pfützen. Es ist auch einfach zu nass, Schnee, Regen jeden Tag. Für den Winter ist der Kompost wohl nicht das Ideale. Ich hab heute auch mal vollgepinkelten Kompost rausgenommen. Stinken tut es allerdings immer noch nicht, aber zum Liegen sieht es nicht sehr einladend aus. Weil ich immer erst heimkomme, wenn die Reitbeteiligungen da waren, sehe ich leider nicht mehr, ob die Pferde schwarz waren oder Sägemehl im Fell hatten...

Also im Moment überzeugt mich der Kompost auch nicht mehr. Anscheinend pinkeln meine Pferde einfach zu viel... Egal welche Einstreu ich verwende, im Voraus lese ich nur begeisterte Meinungen, und bei mir ists dann mit der Saugkraft doch nicht so weit her. Ich bräuchte eine Lösung dafür, dass die Pferde nicht auf die Liegefläche pinkeln, sondern nur in den Sand oder auf extra eingerichtete Pinkelecken... ob das wohl klappen würde? und welches Material ist da am attraktivsten zum reinpinkeln?

Soll ich doch mal Matten besorgen? Mit wenig Einstreu drauf? Wo legt sich ein Arthrose-Pferd denn am liebsten rein? In dick eingestreutes Stroh, klar... Aber das fressen sie ja auf  emotion

 

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Kompost - Tage 4 und 5

Mittlerweile schläft Sam immer auf der Pelletshälfte, Adele auch im Kompost. Die zertretenen Pellets geben halt viel mehr nach, sind dadurch weicher. Der Kompost ist ziemlich festgetreten und dadurch unverformbar. Dennoch gibt der Boden natürlich nach. Aber Sam mit seiner Arthrose ist das vielleicht zu hart... Wir haben mal ein bisschen mit dem Rechen die oberste Schicht aufgelockert, aber das tritt sich natürlich schnell wieder fest. Ich hoffe, mit der geringeren Feuchtigkeit im Sommer wird das ganze lockerer. Überlege jeden Tag, ob ich was nachstreuen soll, damit es weicher wird, tue es aber nie. Denke mal das hätte sich in kurzester Zeit wieder genauso festgetreten.

Weil es mal nicht geregnet hat, war der Kompost heute ein bisschen trockener. Nach wie vor riecht nichts und ist nichts siffig.

Kompost - Tag 3

In Verbindung mit dem Regenwasser bildet der Kompost auf Adeles Rücken einen schönen schmierigen Film ist bestimmt gesund. Zum Glück wollte ich heue nicht reiten!

Sam hatte heute keinen Kompost im Fell. Aber er hatte auch bisher nicht jeden Tag Sägespäne im Fell. 

Vielleicht hätte die Grundeinstreu noch mehr sein sollen, der Kompost setzt sich ziemlich ab. Aber er ist nach wie vor weich und federnd,ich finds super! Bis auf die Feuchte, die aber nicht arg ist. Wieder keine Pfützen, und nach wie vor riecht nichts.  Pellets musste ich heute nachstreuen, Kompost sieht nach wie vor gut aus.

Wenn dieses Konzept mit den Mikroorganismen, die Ammoniak abbauen, funktioniert, fänd ich es ja super. Hab heute mal in den unbenutzten Haufen Kompost gefasst - dass es da drinnen im Kern warm ist, zeigt ja wieviel Leben in dem Material steckt. 

Kompost - Tage 1 und 2

Heute ist der zweite Tag mit neuer Einstreu vorbei: Im Stall liegt nun Fertigkompost vom BreisgauKompost- Werk.

 Bereits nach einer Nacht war der Kompost festgetreten, bis auf einzelne Stellen am Rand, die ich heute mit den Füßen festgetreten habe. Es ist eine federnde Matratze geworden, etwas hügelig, aber da kann man sicher nachfüllen bei Bedarf.

Die Pferde liegen, den Spuren im Fell nach zu urteilen, im Kompost, obwohl ein Teil der Fläche nach wie vor mit Pellets eingestreut ist. Dadurch habe ich einen genauen Vergleich der Beschaffenheit.

Der Kompost ist kalt und leicht feucht durch die momentane Witterungslage.  Ob das die Pferde stört, kann ich nicht feststellen. Die Späne sind trockener und auch nicht so kalt.

Allerdings hat der Kompost noch überhaupt keine nassen Stellen oder Pfützen. Bei den Pellets musste ich heute bereits eine nasse Stelle rausnehmen, im Kompost nichts dergleichen. Eine frische Pfütze habe ich gefunden, die nach einer halben Stunde schon deutlich kleiner war. Die Geruchsprobe hat gezeigt: Es riecht überhaupt NICHT! Die Pellets haben den typischen Uringeruch, der Kompost riecht neutral. 

Zum Misten ist der Kompost super. Die Pferdeäpfel liegen obenauf und werden von den Pferden nicht untergewühlt, außer am Rand, wo das Material noch nicht festgetreten ist. Man muss mit Forchengabel oder Mistboy nur die Äpfel von der Oberfläche absammeln, fertig. in den zu Mehl zertretenen Holzpellets ist das eine deutlich langwierigere Arbeit. Allerdings werden durch die Haftfähigkeit des feuchten Komposts einzelne Äpfel in den Boden festgetreten, und da sie die gleiche Farbe annehmen wie der dunkle Kompost, sind sie schwierig alle zu finden.

Ein alter Hu(f)t

Dieser Eintrag kommt etwas verspätet, aber ich hatte einfach zu viel anderes zu tun.

Sams vermeintliches Hufgeschwür scheint doch keines gewesen zu sein, denn in ähnlicher Form trat es mittlerweile auch an den anderen drei Hufen auf. Die Tierärztin vermutet ein Stoffwechselproblem. Sie hat alle vier Hufe an den entsprechenden Stellen ausgeschnitten. Siffige, stinkende Flüssigkeit kam zum Vorschein. Man könnte es Strahlfäule nennen, nur von innen heraus, und nur stellenweise. Sie meinte, ohne meine intensive Pflege hätte Sam bereits hochgradig Strahlfäule.  Ein seltsames Phänomen. Der Strahl ist jetzt teilweise ziemlich deformiert durch das Rausschneiden der betroffenen Stellen, weswegen Sam grade nur wenig belastet wird und nur auf weichem Boden. Der Hufschmied kam sofort am nächsten Tag, um den Strahl komplett auszuschneiden, weil die Tierärztin meinte, alle zwei Wochen ausschneiden wäre besser. Der Hufschmied dagegen findet das unangebracht, weil der Strahl dadurch zu sehr verkleinert wird und somit verkümmert. Wir sind so verblieben, dass ich mich melde, wenn ich nicht mehr zurechtkomme und es nötig wäre auszuschneiden. Jetzt ist es fast zwei Wochen her und ein Ausschneiden ist noch nicht nötig.

Therapie sieht momentan folgendermaßen aus:

1. Spülen mit Wasserstoffperoxid

2. Reinigen der Furchen mit Teebaumöl 

3. Zinkpaste auf die Furchen und betroffenen Stellen (allerdings eine "stärkere" Paste mit Neutraöl und Eucerin auch tierärztliches Rezept)

4. Stopfen der Löcher mit Kompressen

wenn die Hufe zu verdreckt oder versandet sind, wasche ich sie vorher mit Wasser und Teebaumöl-Seife. Auch Hufe komplett in den Wassereimer stellen lässt er sich gefallen.

Bisher hilft es sehr gut. Die Hufe sind trocken und der Strahl steinhart.


Am besten wäre halt eine Haltungsumstellung, mit trockenem Stall. Die Liegefläche ist zu sehr feucht und vermistet. Aber wie ich das realisieren soll, ohne gleich den Stall zu wechseln, ist halt eine schwierige Frage... Solange Sam da steht, kämpfe ich allerdings gegen Windmühlen an mit meiner Pflege!

Zusätzlich bekommt Sam wieder Mineralfutter, um Mangelerscheinungen vorzubeugen (v.a. Zink). Es war ein Fehler, anzunehmen, dass er über den Sommer komplett ohne Futterergänzung auskommt.

Ich habe auch Fermentgetreide bestellt, was allgemein den Stoffwechsel anregen soll und für bessere Verdauung, Futterverwertung, Huf- und Fellqualität sorgen soll. Besonders im Hinblick auf den beginnenden Fellwechsel ist das vielleicht auch nicht schlecht. 

Auch Kräuter will ich bald füttern, v.a. Hagebutten für die Immunabwehr und Mariendistel für die Leber (Im Herbst steht wieder ein Blutbild an). Bin nur noch nicht sicher, wo ich sie am besten her bekomme. 

Heute hatte Sam auch sehr verklebte Augen, vielleicht von der Hitze und den Fliegen, obwohl er ne Fliegenmaske aufhatte. Weiß auch nicht. Hab noch Polyspectran-Salbe gehabt, die bekommt er jetzt wieder, und ab morgen vielleicht Hepar Sulfuris, je nachdem wie es aussieht. 

Ansonsten geht's ihm gut, und er bricht weiterhin fröhlich aus. emotion

Hufgeschwür!

Heute kam am Ballen von Sammys rechtem Hinterfuß ein komisches, bewegliches "Hubbelchen" zum Vorschein, darunter war die Haut lose, wie bei einer Blase. Sah ein bisschen wie ein Ballentritt aus, kam mir aber komisch vor, weswegen ich beschloss, die Tierärztin, die heute sowieso auf den Hof kam um drei Pferde zu impfen, um Rat zu fragen. Sie schnitt ein bisschen was mit dem Hufmesser aus und kam dann zu der schnellen DIagnose, dass das ein Hufgeschwür ist, das gerade rauskommt. Auf meine geschockte Reaktion sagte sie, ich solle froh sein, dass es rauskommt, und dass er nicht lahmgegangen ist. Die Ursache fand sich auch schnell: Ein Loch im Strahl, das mich schon seit Wochen bei der Strahlfäule-Behandlung nervt. Genau an dieser Stelle hat er sich wohl nen Stein reingetreten, der ist nach oben gewandert und hat das Hufgeschwür verursacht. Nicht schlimm, beruhigte sie mich. Es hätte weit schlimmer kommen können, mit Fieber, starker Lahmheit, Huf aufschneiden, Verband etc...  Trotzdem bin ich beunruhigt und sehe jetzt schon an jedem Huf irgendwelche Abszesse rauskommen oder, noch schlimmer, drin sitzen! Woher weiß ich denn, dass das nicht der Fall ist? Hoffen wir das beste. Ich hab auch überlegt, ob die erste Lahmheit damals mit dem Geschwür zusammenhängen könnte... aber sie hat damals ja auch nach Abszessen abgetastet mit der Zange. Und das Loch im Strahl kam ja sicher erst viel später.

Ich muss jetzt nur die Ein- und Austrittsstelle mit Wasserstoffperoxid und Betaisodona behandeln. Mehr nicht. Sieht so aus, als wären Sam und ich da mal ausnahmsweise glimpflich davon gekommen...

Zeigt her eure Füße

Ich hab den Hufschmied gewechselt. Nachdem ein paar Sachen waren, die mich genervt haben, und der Termin letzte Woche wegen Krankheit der Huforthopädin ausfiel, hab ich Ersatz gesucht, der möglichst bald die Hufe ausschneidet, weil ich der Strahlfäule grade wieder kaum Herr werde. Der Hufschmied eines Stallkollegen kam heute, und von ihm können alle nur positives erzählen, also hab ich den kurzerhand angerufen und er hat sofort zugesagt. Heute hat er Sam zum ersten Mal ausgeschnitten und nimmt ihn gerne auf, kommt jetzt alle 6 Wochen. Positiv überzeugt hat mich, dass er schnell, routiniert und zügig arbeitet (20 min anstatt 45), mit dem Pferd ruhig und nicht grob umgeht und Verständnis für die spatbedingten Zappeleien hat. Er arbeitet halt nach der konventionellen Methode und hat komplett andere Ansichten als meine Huforthopädin, aber ich als Laie hab natürlich keine Ahnung, wer von beiden mehr Recht hat. Fest steht nur, dass Sam durch die neue Methode nicht besser lief als er es in meinen früheren Jahren tat, wo er nur vom Hufschmied ausgeschnitten wurde. Ich werde jetzt einfach ausprobieren, wie es sich entwickelt (Gang, Hufhorn, Strahlfäule).

An der Huforthopädin hat mich gestört, dass sie getrödelt hat, während dem Arbeiten zuviel geschwätzt hat, Sam dadurch unruhig und zappelig wurde  und sie dann gerne mal laut wurde. Bei dem heutigen Termin war der Schmied so schnell durch, dass Sam nicht mal auf die Idee kommen konnte zu zappeln :-) Auch hat sie keine Rücksicht darauf genommen dass er beim Hinterbeine geben vielleicht Schmerzen hat. Außerdem war sie unzuverlässig, ständig krank, oder kam zu spät. Bei einer Stallkollegin erkannte sie eine Hufkrankheit nicht, die sie hätte bemerken sollen. Kurz, sie war mir und Sam nicht mehr sympathisch.

Außerdem ist der Hufschmied erheblich billiger, 30€ für ein Ausschneiden alle 6 Wochen statt 45€ alle 4 Wochen. Vielleicht mag die andere Methode ja Vorteile haben, aber ich bin einfach nicht sicher. Und bei einem Pferd in Sams Alter muss man auch nicht mehr unbedingt was umbiegen, das ist nicht nötig, er macht ja keinen Hochleistungssport. Solang er gut und relativ schmerzfrei laufen kann, kann ich zufrieden sein.